Weltfest 2018 – Rahmenprogramm

Boden unter den Füßen – lokal und global

6. Juni 2018 | 18:00 Uhr
Gut Paulinenwäldchen, Zum Blauen Stein 26-34, Aachen
In Kooperation mit:

Teil I: Hofbegehung auf Biolandhof Gut Paulinenwäldchen

Der Bioland-Hof der Familie Gauchel liegt am nördlichen Stadtrand von Aachen direkt am Paulinenwäldchen. Bewirtschaftet werden ca. 127 ha Acker- und Grünland mit den Schwerpunkten Rindfleischerzeugung, Kartoffel- und Gemüseanbau. Daneben wird Getreide und Ackerfutter angebaut. Das „Bildungsteam Gut Paulinenwäldchen“ bietet den Besucher*innen dieser Veranstaltung Einblicke in einen „real wirtschaftenden Bio-Hof“ an. Es wird Groß und Klein näher gebracht, wie ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung funktionieren.
(Quelle: www.bioland-gauchel.de)

Teil II: Input zum Thema „Land Grabbing“ sowie anschließende Diskussion
Referent: Roman Herre

ROMAN HERRE von FIAN Deutschland e. V. ist Experte für Landwirtschaft, Landkonflikte, Agrarhandel und diskutiert mit dem Publikum über die Folgen des Landraubs, u.a. die daraus resultierende Migration und Flucht.

Landgrabbing (Landraub oder Landnahme) bezeichnet eine Entwicklung der letzten Jahre, in der sich internationale Agrarkonzerne, Banken oder Pensionskassen und nationale Eliten 
Landflächen von tausenden bis über eine Million Hektar Land sichern. Globale Schätzungen sprechen von etwa 50 Millionen bis 220 Millionen Hektar Land. So wurde ländlichen Gemeinden in den letzten Jahren regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen, die Möglichkeit Nahrung für sich selbst und den Verkauf anzubauen genommen und damit das Menschenrecht auf Nahrung verletzt. (Quelle: www.fian.de)

Was bedeutet das für die Menschen, die auf und von dem Land leben?


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Diskussion | Offenes Aachen, verschlossenes Europa – Wir in der Einen Welt

7. Juni 2018 | 19:00 Uhr
KHG Aachen | Pontstr. 74, Aachen

In Kooperation mit:

Aachen, eine Stadt, die Solidarität und Humanität lebt, sieht sich immer mehr eingeengt von dem Aufgebot an Diskriminierung durch ein Europa, das sich den Menschen aus bedrohten Weltregionen zu verschließen sucht. Somit ist die Herausforderung für alle entwicklungspolitisch Engagierten, Weltoffenheit und Gleichbehandlung aller Menschen gegen nationalistischen Egoismus und radikale Exklusion zu verteidigen, um die Gemeinsamkeiten in der Vielfalt der Menschen zu gewährleisten. Der Weg dazu eröffnet sich, in dem die unterschiedlichen Welten in der Gemeinsamkeit der Einen Welt aufgehoben werden. Viele Menschen sind heute schon auf dem Weg zu einem immer Offeneren Aachen – diese Veranstaltung will neue Engagierte gewinnen, erprobte Beispiele zum Handeln bieten und allen ihren Mut zu solchem verantwortungsvollen Handeln stärken.

Referent*innen:

  • Marita Jansen | Bürgerstiftung Lebensraum Aachen
  • Serge Palasie | Fachpromotor für Flucht, Migration
    und Entwicklung Eine Welt-Netz NRW
  • Dr. Annette Förster | Wissenschaftlerin im Institut für
    Politische Wissenschaft der RWTH Aachen
  • Vertreter*innen aus der KHG

Moderation: Dr. Jürgen Jansen

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