Weltfest 2015 – Rahmenprogramm

Vivir Bien

Theater
19. Mai 2015 | 20:00 – 22:00 Uhr
Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen

vivir-bien-theater-600Die Theatergruppe Voces en Pie aus El Alto, Bolivien zeigt ein Stück zum Thema Vivir Bien (Gutes Leben). Die Philosophie des Vivir Bien basiert auf den Werten der andinen Kosmovisonen und beschreibt den Zusammenhang der Gemeinschaft und den Umgang mit der Natur.

Was bedeutet Vivir Bien für junge Leute, die in der Stadt mit Computer, Rockmusik und Universität aufgewachsen sind? Das Stück zeigt die Auseinandersetzung mit den traditionellen Werten aus Sicht der jungen bolivianischen Schauspieler*innen.

Europa – Was machst Du an Deinen Grenzen?!

Ausstellung über die Außengrenzen der Europäischen Union
26. Mai 2015–12. Juni 2015
während der VHS Öffnungszeiten
Volkshochschule | Forum | Peterstraße 21–25, 52062 Aachen

Italy / Malta search and rescue - SOS EuropeDie „Festung Europa“ kostet Jahr für Jahr mehr Menschenleben. Immer mehr Flüchtlinge sterben bei dem Versuch, die europäischen Küsten zu erreichen, weil sie verdursten oder ertrinken. Einige werden von Patrouillenbooten abgefangen und in ihre jeweiligen Herkunftsländer oder Transitländer zurückgeschickt. Unzählige weitere stranden in angrenzenden Ländern außerhalb der EU, wo ihre Rechte nicht respektiert werden. 23.000 Menschen sind Schätzungen zufolge seit dem Jahr 2000 auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Viele von ihnen fliehen vor Verfolgung, Folter und anderen Misshandlungen; andere fliehen, um der extremen Armut und sozialen Aussichtslosigkeit in ihrem Heimatland zu entkommen. Allen gemein ist jedoch, dass sie sich in Europa ein besseres Leben erhoffen. Viele von ihnen erreichen ihr Ziel allerdings nie. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit an die Außengrenzen der Europäischen Union und zeigt Fotos von Inge Heck-Böckler.

Vernissage
29. Mai 2015 | 19:00–21:00 Uhr
Volkshochschule | Raum 241| Peterstraße 21-25, 52062 Aachen
Moderation: Inge Heck-Böckler, Jürgen Jansen

Zur Eröffnung der Ausstellung referieren Stefan Keßler vom Jesuitenflüchtlingsdienst aus Brüssel und Wolfgang Grenz ( bis 2013 Generalsekretär von Amnesty International Deutschland ) über die aktuelle Situation und über mögliche Perspektiven im Flüchtlingsschutz.

Post 2015

Ausstellung
6. Juni 2015 | 18:00 – 20:30 | Nadelfabrik | Reichsweg 19, 52068 Aachen
12. Juni 2015 | 19:00–21:00 Uhr | Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen
13. Juni 2015 | 12:00–14:00 Uhr |ESG | Nizzaallee 20, 52072 Aachen
20. Juni 2015 | 14:00–21:00 Uhr | Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen
27. Juni 2015 | 19:00 – 21:00 Uhr | Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen

Neun_Motive_Ausstellung_Post_2015-3Im Jahr 2015 soll von den Vereinten Nationen eine neue globale Agenda von Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen verabschiedet werden. Die Ausstellung „Post 2015“ gibt auf neun Tafeln einen schnellen Überblick, was für die Eine Welt-Arbeit anliegt. Zwei Handlungsstränge werden zusammengeführt: Die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) aus dem Jahr 2000, die bis 2015 erreicht werden sollten, sowie die Debatte um global nachhaltige Entwicklung. Die Eine Welt Arbeit tut gut daran, global verantwortliche Politik nicht nur zu fordern, sondern auch aufmerksam zu verfolgen, was sich weltpolitisch tut. Der Prozess bei den Vereinten Nationen zu globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG) bildet derzeit den „großen Rahmen“ der Eine Welt-Politik.
Eine Ausstellung von: Eine Welt Netz NRW

Wege zum guten Leben

Vortrag, Bericht & Diskussion
6. Juni 2015 | 18:00–20:30 Uhr
Nadelfabrik | Reichsweg 30, 52068 Aachen
Moderation: Jürgen Jansen, Mona Pursey

150Ausgehend von ihrer Arbeit in Deutschland und ihren Herkunftsländern, angelehnt an das Motto des diesjährigen Weltfests, stellen Mitgliedsgruppen des Eine Welt Forum Aachen ihre Projekte und Ziele zu den Themen „Bildung“, „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Integration“ vor. Sie tun dies unter den Fragestellungen: Wie kann es gelingen, ein gutes Leben zu beschreiben und verbindlich zu ermöglichen? Wie muss eine Gesellschaft, die dies gestattet, beschaffen sein?

Folgende Gruppen zeigen aus ihrer Erfahrung Wege und Perspektiven zum „Recht auf gutes Leben“ auf:

Deutsch-Indische Soziale und Humanitäre Aktivitäten e. V. (DISHA | Indien)
Hilfsprojekt: „Bildungs- und Berufsperspektiven für Mädchen“

Deutsch-Iranisches Forum Aachen e. V. (DIFA | Iran)
„Civil Society“: Ansätze zur Stimulierung des sozialen Verantwortungsbewusstseins

Deutsch-Marokkanische Frauenvereinigung e. V. (DMF | Marokko)
Hilfsprojekt: „Dorf Ait Ali – Familienzentrum “

Deutsch-Vietnamesischer Freundeskreis e. V. (DFV | Vietnam)
Hilfsprojekt: „Schenken Sie den Kindern in Vietnam einen Traum“

Im Anschluss : Austausch mit den Gruppen & internationales Buffet

Buen Vivir

Vortrag & Diskussion
12. Juni 2015 | 19:00–21:00 Uhr
Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen

cam-vivir3Wir spüren dem Geheimnis nach dem „Guten Leben“ auf verschiedene Weisen nach. Zunächst wird Gina Röge von der Aachener terre des hommes Gruppe das andine Konzept des Vivir Bien vorstellen. Dies bezieht sich auf grundlegende Regeln für die Gesellschaft, die ein respektvolles Leben zwischen allen Lebewesen ermöglicht. Wichtige Prinzipien sind dabei Gegenseitigkeit sowie das Gleichgewicht zwischen allen Elementen. Dr. Jürgen Kippenhahn vom LOGOI, Institut für Philosophie und Diskurs, wird einige wichtige philosophische Positionen aus verschiedenen Zeitepochen zum Begriff des Guten Lebens vorstellen. Der dritte Teil gehört der Gegenwart und der Aachener Jugend. Diese wurde in einer Umfrage gebeten zu formulieren, was für sie „Gutes Leben“ heißt. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden vorgestellt.

Katastrophenmanagement in einer globalisierten Welt

Seminar in Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde Aachen (ESG)
13. Juni 2015 | 10:00–17:00 Uhr
Ev. Studierendengemeinde Aachen | Nizzaallee 20, 52072 Aachen
Moderation: Jürgen Jansen, Kornelia von Kaisenberg

wegezumgutenlebenAnhand von zwei unterschiedlichen Naturereignissen wird über das Katastrophenmanagement und die Hilfsmaßnahmen in einem Überschwemmungsgebiet in Nordkamerun und in Indonesien nach dem Tsunami 2004 informiert, und es wird gefragt, welche Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit unter den besonderen Herausforderungen einer Naturkatastrophe zukommt:
Im ersten Teil des Seminars veranschaulicht der persönliche Bericht eines jungen Kameruners seine Erfahrungen mit einer Nichtregierungsorganisation in der Katastrophenhilfe in Kamerun. Im zweiten Teil werden ein kommunalpolitischer Vertreter und eine Vertreterin einer Frauenorganisation aus Indonesien als Zeitzeugen über die Entwicklung des indonesischen Fischerdorfs Lampaseh sowie über die Partnerschaft mit dem Eine Welt Forum seit der Naturkatastrophe von 2004 sich mit dem Publikum austauschen. Der Besuch steht im Rahmen des 10jährigen Partnerschaftsjubiläums.

Kulinarisch wird der Tag wird von indonesischen Köstlichkeiten begleitet.

Ablauf:
10:00 Uhr: Bericht aus Nordkamerun
13:00 Uhr: Mittagspause
14:00 Uhr: Bericht aus Indonesien

Weltflüchtlingstag – Kein Grund zum Feiern

Film, Berichte und Diskussion
18. Juni 2015 | 19:30–21:30 Uhr
Forum der Volkshochschule | Peterstraße 21–25, 52062 Aachen
Moderation: Inge Heck-Böckler, Jürgen Jansen

D_AZ_Vertreibung_2c_90x90_NEUDie UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Einen Schwerpunkt der Veranstaltung werden die Krisenregionen im Nahen Osten darstellen. Welche Unterstützung haben Deutschland und die Europäische Union geleistet? War das ausreichend? Diese Fragen beinhalten einen kritischen Blick auf die EU-Außengrenzen und die Abschottungspolitik der Europäischen Union.

Die Aktiven der Save me-Kampagne (www. save-me-aachen.de) begleiten auch Flüchtlinge, die im Rahmen von humanitären Aufnahmeprogrammen aus Syrien nach Deutschland kamen. Sie berichten über ihre Erfahrungen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Amnesty International und der Volkshochschule Aachen

10 Jahre Partnerschaft Aachen – Lampaseh

Präsentation mit Zeitzeugen
19. Juni 2015 | 18:30–20:30 Uhr
Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen

30.11-067Das Eine Welt Forum Aachen pflegt seit nunmehr zehn Jahren eine Partnerschaft mit Lampaseh, einem Fischerdorf in der indonesischen Provinz Aceh, in dem Ende 2004 von über 6.000 Menschen nur weniger als 600 den Tsunami überlebten. Die Partnerschaft beruht, neben Spenden aus Aachen, auf persönlichen Kontakten und Brieffreundschaften. Es geht dabei um praktischen Erfahrungsaustausch, wie entwicklungspolitisch und zivilgesellschaftlich Engagierte in Aachen und Lampaseh im konstruktiven Kontakt voneinander lernen können. Der Kern des Partnerschaftsprojektes lautet: Chancen und Probleme in der Entwicklung eines Dorfes – Erfahrungen aus zehn Jahren seit der Zerstörung von Lampaseh durch den Tsunami von 2004.
Ein kommunalpolitischer Vertreter von Lampaseh und eine Vertreterin einer Frauenorganisation, die in Lampaseh tätig ist, werden, im Zusammenhang mit dem Weltfest des Eine Welt Forum Aachen am 20. Juni 2015, uns einen Gegenbesuch abstatten und Bericht erstatten.

Muita Merda

Politisches Kabarett
27. Juni 2015 | 19:00 Uhr
Welthaus | An der Schanz 1, 52064 Aachen

muita-merda---wf14-170„Muita Merda“ heißt wörtlich übersetzt „viel Scheiße“, wird aber im portugiesischen Theaterleben auch dazu verwendet, um sich gegenseitig „Toi, toi, toi“ zu wünschen. Eine kleine Gruppe aus Aachen hat sich unter diesem Namen zusammengefunden, um aktuelle Entwicklungen satirisch auf die Schippe zu nehmen. Die Kabarettistinnen und Kabarettisten beschliessen mit ausgewählten Stücken ihres neuen Programms „Yes we scan“ und anschliessender Diskussion das Rahmenprogramm des 29. Aachener Weltfests.
zur Webseite von: Muita Merda