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In Aachen hat das Dritte Welt Forum Aachen e. V. bereits seit 1982 die Zusammenarbeit Aachener entwicklungspolitischer Initiativen auf lokaler Ebene organisiert. 1989 wurde dafür eine eigene ABM-Stelle im Aachener Weltladen unter Leitung von Siegbert Gossen - "Gründervater" des Forums - eingerichtet. Ziel war es, die organisatorische Zusammenarbeit der Initiativen und Gruppen zu bündeln, deren mittelfristige Aktivitäten zu unterstützen und das politische Gewicht der Solidaritätsgruppen auf lokaler Ebene zu verstärken. |
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Notwendigkeit der Ausweitung der Koordinationsarbeit auf den Kreis Aachen sowie auf die euregionalen Grenzgebiete und führte zur Einrichtung der entwicklungspolitischen "Koordinationsstelle in der EUREGIO-MAAS-RHEIN" mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Ursula Hoppe-Epstein und Merete Menze. Träger des Projektes war der Aachener Weltladen in der Jakobstraße 61 - 63. Im strukturellen Bereich zielte die Koordinationsstelle u. a. auf die Vernetzung von Dritte-Welt-Initiativen, MultiplikatorInnen, euregionalen Partnereinrichtungen und überregionalen Arbeitsebenen, stellte Informations- und Materialdateien sowie Fachwissen zu Dritte-Welt-Themen zur Verfügung und agierte als Interessensvertretung bei anderen öffentlichen Einrichtungen. Darüber hinaus bestand die Arbeit darin, entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit auf den Ebenen lokal, regional und überregional zu vernetzen: |
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Dies bedeutete lokal u. a. die Erarbeitung von Themenschwerpunkten, Veranstaltungs-/Seminarreihen in Kooperation mit anderen Einrichtungen, Menschenrechtswochen, Filmreihen; in der Euregio die Schaffung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Dritte-Welt-Gruppen (u. a. politisches Kulturfestival von Maastricht, Lüttich und Aachen "Afrika bij ons - Afrika chez nous - Afrika bei uns"; "Frauen verbinden Welten": Netzwerk von Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen in Zusammenarbeit mit dem AK "ausländische Frauen hier" und der "Stichting Euregionaal Migrantenwerk); und überregional Beteiligung durch die Mitarbeit in der Landesarbeitsgemeinschaft Dritte Welt NRW und Anschluss an das Informationsnetz der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus) auf Bundesebene. |
Die Koordinationsstelle, zunächst im Dritte-Welt-Laden, dann im Büro in der Harscampstraße beheimatet, setzte inhaltliche Akzente ihrer Arbeit zur internationalen politischen Lage: Beispielsweise bildeten die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Eroberung Lateinamerikas und die UN-Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro (http://www.agrar.de/agenda/agd21k00.htm) thematische Schwerpunkte.
Mitte der 90er Jahre entstanden so Projekte der grenzüberschreitenden Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Bereich Umwelt und Entwicklung "Global Denken - Euregional Handeln" (1995 - 1996 und 1997 - 1998) und eine Multimedia-Ausstellung zum Thema der Dritten Welt im Dreiländereck (1996)
Unter dem Motto: "Global Denken - Lokal Handeln": Veranstaltungen und Gespräche zur Umsetzung der Beschlüsse von Rio de Janeiro, wurde die Dritte-Welt-Problematik mit der Ebene der Lokalpolitik der Städte verbunden - so auch in Aachen!